Aber klar....
Als ich noch Assistenzzahnarzt in dieser Praxis bei meinem geschätzten Kollegen Dr. Aichmüller war, spielte mir dieser einen Streich.
Es war abends kurz vor Praxisschluss. Am selben Abend sollte es mit meiner damaligen Freundin und jetzigen Frau zum Flughafen gehen. Wir wollten nach Griechenland fliegen und das Land als Rucksackreisende etwas kennenlernen. Wegen der knappen Abflugzeit war es wichtig für mich pünktlich aus der Arbeit zu kommen.
Vorab noch zu Erläuterung: Damals hatten wir noch für jeden Patienten analoge Karteikarten ... wenn also ein Patient kam, wurde die dementsprechende Karte in das Behandlungszimmer gelegt.
Es war also etwa 30 Minuten vor dem geplanten Arbeitsende und dem Aufbruch zum Flughafen. Ich hatte noch an meinem letzten regulären Patienten zu arbeiten, als sich angeblich noch ein Schmerzpatient ankündigte. Dessen Karteikarte wurde mir in das Behandlungszimmer gelegt. Etwa 5 Minuten später wurde die Karte eines nächsten Schmerzpatienten ins Zimmer gelegt –und ich konnte es kaum glauben, aber nach ein paar Minuten kam wohl der dritte Schmerzpatient in die Praxis.
Trotz des Abflugs und des engen Zeitraums musste ich Ruhe bewahren. Als ich mit der Füllung des letzten regulären Patienten fertig war, lagen insgesamt sieben(!) Karteikarten von Schmerzpatienten in meinem Behandlungszimmer. Wie sollte das wohl gehen?
Gar nicht – mein damaliger Chef und das restliche Praxisteam hatte mir einen Streich gespielt. Es war nicht ein Schmerzpatient in der Praxis und ich konnte letztendlich pünktlich zum Flughafen aufbrechen und nach Griechenland reisen.